*unbezahlte Werbung für erholsamen Urlaub
Wir waren gerade für ein paar Tage mit Freunden auf einer Hütte in Vorarlberg. Genauer gesagt in den Bergen oberhalb der Gemeinde Schwarzenberg. Die Hütte war schlicht, aufs wesentliche reduziert, zu meinem Glück aber mit fließendem Wasser (im Badezimmer). Es muss ja nicht luxuriös sein – auf meine tägliche Dusche möchte ich trotzdem nicht verzichten. Mag nicht jeder verstehen, ist aber so!
Ich war vor der Reise echt skeptisch, wie es wohl werden wird, bin ich doch Großstadtmensch durch und durch. Schlag mir einen Städtetrip vor und ich bin dabei! ABER, ich muss gestehen ich fand unseren Kurzurlaub schön, die Landschaft, die Berge und vor allem die einheimische Architektur.
Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist es schon, sein Spül- und Kochwasser im Kanister zu holen, im Bettenlager zu schlafen und die Gerüche des Kuhstalls nebenan auszublenden, aber gehen tut das alles. Zumindest für eine Weile! Der morgendliche Blick aus dem Fenster war auf jeden Fall täglich ein Schauspiel der Natur. Ich könnte hier noch zig unterschiedliche Stimmungen zeigen, will euch aber nicht mit Panoramabildern zumüllen.
Generell würde ich sagen, für Kinder ist so ein Hüttenurlaub ein absoluter Traum. Holz hacken dürfen, schnitzen, im angrenzenden Wald alleine spielen und am Feuer Stockbrot backen. Gibt es was schöneres? Meine Tochter würde jetzt sofort sagen: „Zu Josef und Wilma in den Stall rüber gehen und die beiden frisch geborenen Kälber streicheln.“ Ja, das Glück hatten wir auch noch!!!
Was so ein Hüttenurlaub aber definitiv bei allen bewirken kann, ist die Entschleunigung des Alltags. Viel Zeit an der frischen Luft, kleine Wanderungen und öfter mal eine Pause einlegen.
Ganz ohne Kultur bzw. Architektur ging es dann natürlich doch nicht. Da ich gerade für meine Kollegen eine Exkursion nach Vorarlberg plane (ich selbst kann nicht mitfahren – aus einem tollen anderen Grund), hatte ich davor ein paar Projekte rausgesucht, die ich mir gerne ansehen wollte. Allen voran die Kapelle in Salgenreute von Bernardo Bader. Ich glaube, es bedarf keiner weiteren Worte!
Das Vorarlberg Museum von Cukrowicz Nachbaur Architekten in Bregenz.
Die BUS:STOP Projekte in Krumbach – Architekten aus 7 verschiedenen Ländern, haben 7 verschiedene Bushaltestellen im öffentlichen Raum gestaltet.
Und den Werkraum von Peter Zumthor in Andelsbuch.
Ihr seht, es ist von allem etwas geboten und es konnte sich niemand über zu wenig Auswahlmöglichkeiten beschweren. Fazit: öfter mal was anderes ausprobieren ist gar nicht soooo schlecht! So lange ich ein Bett und eine Dusche habe!
2 Kommentare zum Artikel